Gedanken am Sonntag – warum wir mehr Mut haben sollten
Manchmal frage ich mich, warum so viele stehen bleiben
Sonntage sind für mich oft die Tage, an denen der Kopf lauter ist als die Maschinen. An denen man nicht nur arbeitet, sondern auch denkt. Und heute denke ich wieder darüber nach, warum so viele Menschen ihr Leben lang in Bahnen bleiben, die sie eigentlich unglücklich machen. Warum so viele spüren, dass da mehr wäre – und trotzdem nichts ändern.
Unser Leben ist endlich. Kurz. Und im Kontext des Universums ehrlich gesagt ziemlich unbedeutend. Und trotzdem verbringen so viele ihre Zeit damit, sich anzupassen, zu funktionieren und sich selbst klein zu halten. Warum eigentlich?
Warum fügen wir uns, statt unserem freien Willen zu folgen?
Ich frage mich oft, warum so viele Menschen sich einer Gesellschaft unterordnen, die es sich gegenseitig schwer macht, statt ihrem eigenen inneren Kompass zu folgen. Warum man lieber im Hamsterrad bleibt, als einmal zu riskieren, rauszufallen.
Dabei ist die Wahrheit doch:
👉 Dein Hamsterrad wirst du nur los, wenn du auch mal gegen den Strom schwimmst.
Sicherheit fühlt sich gut an, keine Frage. Aber Sicherheit ist oft auch Stillstand. Und Stillstand ist, zumindest für mich, eines der schlimmsten Gefühle überhaupt.
Mut ist kein Talent – Mut ist eine Entscheidung
Viele glauben, mutige Menschen hätten keine Angst. Das ist Quatsch. Mutige Menschen haben genauso Angst, sie entscheiden sich nur, trotzdem zu gehen. Trotzdem zu machen. Trotzdem zu scheitern, wenn es sein muss.
Ich sehe so viele talentierte, kreative, begabte Menschen, die sich selbst ausbremsen, bevor sie überhaupt angefangen haben. Aus Angst vor Bewertung. Aus Angst vor Scheitern. Aus Angst vor dem, was andere denken könnten.
Und dabei vergessen wir:
👉 Die Zeit geht sowieso vorbei. Ob du etwas wagst oder nicht.
Dieses Jahr arbeite ich an meinem Mindset
Ich habe mir für dieses Jahr ganz bewusst vorgenommen, an meinem Mindset zu arbeiten. Weniger hadern, weniger hoffen, dass jemand kommt. Weniger warten. Mehr bei mir bleiben. Mehr Fokus. Mehr innere Klarheit.
Und dieser Text hier ist wahrscheinlich auch der letzte, in dem ich noch einmal öffentlich an die Holzverliebten, die Bastler, die Idealisten, die Nachhaltigen, die Tischlermeister unter euch appelliere.
cravt.store wächst. Und es braucht mehr Aufmerksamkeit, mehr Liebe, mehr Hände, mehr Herz. Dieses Projekt war immer als Gemeinschaftsprojekt gedacht. Als etwas, das man zusammen aufbaut. Zusammen trägt. Zusammen entwickelt.
Zwei Jahre Suche – und viel Erkenntnis
Zwei Jahre habe ich nun nach mutigen Menschen gesucht. Nach Leuten, die nicht nur reden, sondern machen wollen. Nach Menschen, die nicht nur träumen, sondern auch bereit sind, Verantwortung zu tragen.
Und ja, ich weiß: Die Gegend, in der ich lebe, ist sehr konservativ und sehr ländlich. Hier ticken die Uhren anders. Hier ist Sicherheit oft wichtiger als Vision. Hier ist Anpassung oft einfacher als Aufbruch. Im Raum Oldenburg, Osnabrück oder in größeren Städten findet man eher junge, offene, mutige Menschen. Das ist einfach Realität.
Trotzdem habe ich lange versucht, hier jemanden zu begeistern. Hier etwas zu bewegen. Hier jemanden mitzunehmen.
Heute weiß ich:
👉 Ich habe zu sehr im Außen gesucht.
👉 Und zu wenig bei mir.
Akzeptanz tut weh – aber sie macht frei
Es ist nicht leicht, sich einzugestehen, dass man manche Menschen nicht mitnehmen kann. Dass man manche Wege alleine gehen muss. Dass nicht jeder bereit ist, für eine Vision zu brennen.
Ich hätte mir gewünscht, das hier gemeinsam zu machen. Wirklich. Ich bin kein Einzelkämpfer aus Überzeugung, sondern aus Umständen geworden. Und ja, das fällt mir schwer. Sehr sogar.
Aber langsam begreife ich:
👉 Wenn sich niemand findet, dann muss ich das akzeptieren.
👉 Und wenn ich alleine gehe, dann gehe ich eben alleine.
Nicht verbittert.
Nicht trotzig.
Sondern klar.
Ich habe bisher immer einen Weg gefunden
Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, dann gab es viele Momente, in denen es eng wurde. Viele Momente, in denen es unsicher war. Viele Momente, in denen ich nicht wusste, wie es weitergeht.
Und trotzdem habe ich jedes Mal einen Weg gefunden. Nicht immer elegant. Nicht immer leicht. Aber immer irgendwie.
Warum sollte es dieses Mal anders sein?
Ich bin vielleicht müde. Ja.
Ich bin manchmal frustriert. Ja.
Ich bin oft überfordert. Ja.
Aber ich bin nicht bereit, aufzugeben.
Vielleicht ist das der eigentliche Mut
Vielleicht ist Mut nicht immer laut. Vielleicht ist Mut nicht immer heroisch. Vielleicht ist Mut manchmal einfach, weiterzumachen, obwohl man sich das anders vorgestellt hat. Obwohl man enttäuscht ist. Obwohl man sich mehr erhofft hatte.
Vielleicht ist Mut auch:
👉 Dinge loszulassen, die nicht kommen.
👉 Menschen loszulassen, die nicht wollen.
👉 Erwartungen loszulassen, die sich nicht erfüllen.
Und stattdessen bei sich zu bleiben.
Fazit: Schwimm. Auch wenn du allein schwimmst. 🌊
Unser Leben ist zu kurz für „hätte ich mal“.
Zu kurz für „was wäre wenn“.
Zu kurz für angepasste Träume.
Wenn du spürst, dass da mehr in dir ist, dann hör hin. Wenn du spürst, dass dich etwas ruft, dann geh. Auch wenn du allein gehst. Auch wenn es unbequem ist. Auch wenn es niemand versteht.
Denn am Ende musst du nur vor einer Person bestehen:
👉 vor dir selbst.
Und genau das mache ich jetzt.
Ich gehe weiter.
Mit cravt.store.
Mit meinen Ideen.
Mit meiner Art.
Mit meinem Tempo.
Alleine, wenn es sein muss.
Aber aufrecht.